Stammesreligionen

Für die Ureinwohner Australiens, die "Aborigines" ist die Natur voll der übernatürlichen Geheimnisse. Das Ewige zeigt sich ihnen im Zeitlichen. Ihre naturverbundene Religion verwurzelt den einzelnen in der Ewigkeit und gibt ihm Identität und Selbstwert.

Die um den Uluru (Ayer‘s Rock) wohnenden Anangu sprechen von "Tjukurpa": dem schon am Anfang von den Ahnengeistern gegebenen "Gesetz". Tjukurpa umfasst Religion, Ethos, Ritus, den ganzen way of life. Dieses ungeschriebene Ur-Gesetz wird mit Hilfe von Mythen und Gesängen, Tänzen und Zeremonien, Körperbemalungen und Sandzeichnungen, heiligen Gegenständen und Felsmalereien durch die Zeiten weiter überliefert.

"Tjukurpa", das "Gesetz" will ihnen sagen, was ihr Platz im Leben ist, was gut und was schlecht ist. Es handelt sich hier um ungeschriebene Normen, die in Geschichten, Parabeln und Vergleichen überliefert sind.

Der besondere Beitrag der Naturreligionen
zu einem gemeinsamen Menschheitsethos:

  • ihr ausgeprägter Sinn für Gemeinschaft und Solidarität,
  • ihre Hochschätzung traditioneller Werte und Ma▀stäbe,
  • ihre ganzheitliche Sicht von Welt und Mensch, in der Jung und Alt Platz haben, in der Fortschritt und Tradition sich verbinden.

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